Schuld kann ein finanzieller, juristischer oder moralischer Begriff sein. Ferdinand von Schirach ist auf alle drei gestoßen. Von Schirach schreibt unheimlich konzentriert. So kann man nur schreiben, wenn man viele Lebenserfahrungen hat. Als Anwalt kann von Schirach dramatisch schreiben. Er hat die Begabung zu überraschen. Er sieht das Große in dem Alltag. Von Schirachs 21 Seiten über ein Drogenverbrechen, ein Abscnitt in seinem Buch, könnte man einen Spielfilm machen. Eine andere Geschichte ist die von einer Ehe mit viel Gewalt. Der Mann hat seine Frau immer geschlagen. Die Frau tötet ihn, aber sie wird frei gesprochen. Von Schirach hat seinen eigenen Schrifstil; ungemütlich, erstaunlich und faszinierend. Ich weiß, daß er in Berlin arbeitet und er schreibt immer in einem Café. Es wäre toll dieses Café einmal zu besuchen.

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